Detektivalltag in Frankfurt
Minutenlang liefern sich der Ermittler und der Beobachtete eine Verfolgungsjagd quer durch die Frankfurter City, vorbei an der Messe und landen schließlich im Bankenviertel. Nach zahlreichen Runden um die groß und prächtig herausragenden Bankgebäude, jagen die zwei Autos mit 100 Sachen in ein Parkhaus. Dort angekommen folgt eine wilde Schießerei, in deren Folge der mutmaßliche Verbrecher schwer verletzt wird und der Ermittler ruft die Polizei, die ihn schließlich verhaftet – so oder ähnlich spielen sich oft Szenen in einer bekannten TV Serie mit dem Detektivhelden Josef M. ab. Klar, Fiktion, weiß ja jedes Kind, dennoch fühlen wir uns unterhalten und so manch einer stellt sich doch tatsächlich den Alltag einer Frankfurter Detektei so vor.
Nun gut, manch einer weiß aber natürlich auch, dass es sich tatsächlich nur um eine TV Serie handelt und sich der Alltag einer Frankfurter Detektei so nicht darstellt. Beim Anblick des Bankenviertels jedoch, kommt so manch ein Zuschauer dann auf andere Gedanken: Korruption, Bestechung, Unterschlagung – die Palette der möglichen Ermittlungen einer Frankfurter Detektei muss ja angesichts der zahlreichen Banken scheinbar unendlich sein. Gerade in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise liegt der Verdacht nahe, dass sich so manch ein Bankmitarbeiter vielleicht mal „vergreift“. Und auch der größte deutsche Flughafen hat sicher großes Arbeitspotenzial für einen Detektiv parat, um Großverbrecher zu beschatten.
Mitnichten! Der tatsächliche Alltag einer Frankfurter Detektei ist nicht viel anders aus als der eines Privatdetektivs in Stuttgart, München, Köln oder Hamburg. Natürlich bieten die Bankenwelt als auch der Flughafen als Arbeitsumfeld den ein oder anderen „größeren“ oder spannenderen Fall. Ansonsten bewegen sich aber die Ermittler Frankfurter Detekteien wie üblich auf den Feldern Adressenermittlung, Familienangelegenheiten, Recherchen und Observationen sowohl von „Normalbürgern“ als natürlich auch ab und an von bekannteren Personen.
