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Der Beruf „Detektiv“ in Deutschland

 
 

Immer mehr Menschen holen sich für bestimmte Fälle die Unterstützung einer Detektei. Es hat sich in der Vergangenheit doch gezeigt, dass ein Detektiv wesentlich mehr erreicht, als die Polizei oder andere behördliche Einrichtungen. Besonders Fälle, in denen es um Stalking oder Diebstahl geht, gelingt es einer Detektei, eindeutige Beweise zu beschaffen, um den oder die Täter vor Gericht zu bringen. Ebenfalls hat es sich bewährt, eine Detektei einzuschalten, wenn eine Person vermisst wird beziehungsweise aus unterschiedlichen Gründen untergetaucht ist. Auch hier konnten Detektive größtenteils positive Ergebnisse erzielen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Detektei immer dann beauftragt wird, wenn einer staatlichen Behörde quasi die Hände gebunden sind oder aber auch, wenn der Auftraggeber die Polizei nicht einbeziehen möchte, sprich in zivilrechtlichen Fällen.

Aber trotz alledem ist in Deutschland das Berufsbild eines Detektivs sowie die Ausbildung nicht offiziell anerkannt oder gesetzlich geregelt. Auch zukünftig sind keine Änderungen in Aussicht.

Und wer immer noch klischeehafte Bilder eines „Rambos“, der mit viel Lärm, einer Pistole und explodierenden Autos nach einer Person fahndet, irrt gewaltig. Ganz im Gegenteil: Die Ermittler treten seriös, professionell und sehr kompetent auf. Sie verfügen über eine sehr gute Allgemeinbildung, beherrschen teilweise sogar mehrere Sprachen und arbeiten diskret und zielsicher.

Ein nicht anerkannter Beruf mit Geschichte

Für die Bezeichnung „Detektiv“ wurde das englische Vorbild herangezogen. In Deutschland wurde erstmals im Jahre 1860 ein sogenanntes „Erkundungsbüro“ gegründet, und zwar von einem Makler. Dieses Büro diente zur Wahrung kaufmännischer Interessen und hatte seinen Sitz im Osten Deutschlands. Aufgrund von zunächst wirtschaftlichem Interesse, später dann auch von zivilem Interesse, entstand somit der erste deutsche Verband „Reichsverband Deutscher Detektiv-Institute“ im Jahre 1896. Dieser Verband galt innerhalb des Ersten Weltkrieges sogar als zentrale nationale Vertretung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Gesetz verabschiedet, das zur Sicherung des Rechts auf Gewerbefreiheit diente. Seitdem wurden weitere zahlreiche Detektivverbände gegründet, die bis heute beinahe 10.000 Personen in Teil- und Vollzeit beschäftigen.

Warum ist der Beruf „Detektiv“ in Deutschland nicht anerkannt?

Berichten zufolge liegt der Grund darin, dass sich auf der einen Seite die Berufsverbände untereinander nicht einigen können. Auf der anderen Seite wir hier auch wenig Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Weiterhin wird gemunkelt, dass die Berufsverbände das Berufsbild des „Detektivs“ etwas skeptisch betrachten, wobei diese eine Konkurrenz befürchten, denn viele Vertreter einiger Berufsverbände kommen selbst aus der Detektivbranche, wünschen somit keine Mitbewerber.

In anderen Ländern, wie zum Beispiel Österreich, sieht die Sachlage anders aus. Dort lautet die offizielle Berufsbezeichnung „Berufsdetektiv“ beziehungsweise „Berufsdetektivassistenten“. Es handelt sich in Österreich um ein reglementiertes Gewerbe, und es wird eine behördliche Befähigungsprüfung, eine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht und vor allem Zuverlässigkeit benötigt. Die Rechte und Pflichten des Berufsbildes sind dort sogar in einer offiziellen Gewerbeordnung verankert. Ebenso werden in Österreich deutlich unterschieden zwischen Privat- und Wirtschaftsdetektiv.

Aufgaben eines Detektivs

Ursprünglich stammt der Begriff „Detektiv“ aus der lateinischen Sprache. Es wird quasi abgeleitet von „detegere“, das wiederum übersetzt werden kann mit „entdecken oder auch aufdecken“. Es gibt auch unterschiedliche Bezeichnungen, wie etwas Detektiv, Privatdetektiv oder Privatermittler.

Früher wurden Detektive überwiegend von Firmen beauftragt, heutzutage aber ebenso von Privatpersonen. Dabei geht es um Scheidungsfälle, Nachbarschaftsstreitigkeiten, Kindesentführung oder –entzug, Stalking, Wirtschaftskriminalität, Diebstahlfälle und vieles mehr. Vielfach ermittelt ein Detektiv im Rahmen der Beweiserhebung bzw. Beweisbeschaffung. Mittels Observationen, Recherchen, Befragungen und anderen Mitteln werden Beobachtungen und Informationen penibel aufgezeichnet, um Beweise zu liefern, die gerichtsverwertbar sind. Dafür sind eigentlich eine spezielle Ausbildung, Ausrüstung und Berufserfahrungen notwendig, ein Anfänger kann derartige Aufgaben nicht unbedingt erfüllen.

Aus juristischer Sicht genießen zwar Detektive keine Sonderrechte, haben aber von Fall zu Fall im Gegensatz zu staatlichen Behörden, eine andere Entscheidungsgewalt hinsichtlich ihres Vorgehens. Dies liegt daran, dass die Ermittler einer Detektei prinzipiell nur ihrem Auftraggeber gegenüber verpflichtet sind, dadurch sind sie flexibler und oftmals erfolgreicher. Inzwischen werden Detekteien sogar vielfach von Anwälten kontaktiert, weil die gewonnenen Beweise vor Gericht anerkannt werden, die sie zum Beispiel durch den Einsatz moderner Technik erbringen konnten.

Das wohl wichtigste Aushängeschild für einen Detektiv oder einer Detektei ist der gute Ruf. Dieser besteht vor allem aus einer maßgeblichen Vertrauenswürdigkeit, einem seriösen Auftreten und natürlich aus absoluter Diskretion. Insider aus der Szene raten dringend, sich ausschließlich an eine renommierte Detektei, wie zum Beispiel die LB Detektei GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Ulm, zu wenden. Denn natürlich gibt es auch hier, wie überall, schwarze Schafe, die den Ruf von versierten Detektiven ruinieren. Ebenso sollten potenzielle Auftraggeber vorher überprüfen, ob die Detektei auf dem gewünschten Gebiet über Erfahrungen verfügt.

 

 
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